Fernunterricht mit zwei Kindern. Wie soll das funktionieren?

Deutsche Fernschule Erfahrungsberichte

Frau W. unterrichtete zwei ihrer Kinder mit unserem Fernunterrichtsmaterial. In einem Interview berichtet sie uns über ihre Fernschulzeit.

Allgemeine Fragen zum Fernunterricht

Warum haben Sie sich für den Fernunterricht entschieden?

“Es war die beste Möglichkeit für unsere Kinder, eine gute Schulbildung zu bekommen.”

Wie haben Sie überhaupt von dieser Möglichkeit erfahren?

“Wir haben Bekannte gefragt, die in Zentralasien lebten, wie sie die Schulsituation lösen. Sie haben uns den Fernunterricht empfohlen.”

Wenn Sie heute jemand fragen würde, ob er Fernunterricht machen soll – was würden Sie ihm sagen?

“Seit wir selbst Fernunterricht gemacht haben, erzähle ich anderen oft davon und zeige das Material.
Gut finde ich, dass auch Einzelkurse gebucht werden können. Fernunterricht ist also je nach Bedarf auch parallel zur Schule interessant.”

Fragen zum Fernunterrichtsmaterial

Wie war das damals, als das Paket mit dem Lehrbrief und den Materialien von der Deutschen Fernschule ankam?

“Das war wie ein Weihnachtsgeschenk. Die Kinder waren total begeistert von all den Dingen, die da drin waren. Ich selbst war überwältigt: Es war alles drin, ich musste nichts organisieren. Sogar Strohhalme waren im Paket.
”

Wie gefällt Ihnen das Material? Entspricht es Ihren Erwartungen?

“Das Material hat eine sehr gute Qualität; alle Blätter sind farbig. Zusätze wie Magnetbuchstaben sind genial, CDs, Bücher. 
Mein Mann ist Lehrer und sagte, er habe noch nie so ein gutes Material gesehen. Ich habe die Spiele und vieles andere laminiert, so können wir es bis heute benutzen.
 In Ländern mit trockenem heißem Klima würde ich das jedem empfehlen, um die Sachen vor Staub zu schützen.”

Fragen zum Fernunterricht

Gab es Rituale oder Ähnliches, was ganz fest zum Fernunterricht gehörte?

“Morgens haben wir zusammen ein Lied gesungen (ausgesucht von der CD zum Deutschkurs) und gebetet.
Dann durften die Kinder sich ein Spiel aussuchen (aus dem Deutsch- oder Mathematikkurs). Meistens fiel die Wahl auf das Spiel mit den Bildkarten, die man Wörtern zuordnen musste. Das wurde gar nicht als Unterricht empfunden.”

Wie haben die Kinder reagiert, wenn Sie den Fernunterricht eingeläutet haben?

“Die Kinder haben es gern gehabt, weil sie die Zeit mit Mama hatten. Dann war das Haus nicht mit Gästen voll, sondern sie hatten mich 100 % für sich. 
Sie wurden gelobt und konnten etwas erreichen.”

Wie haben Sie den Unterricht mit mehreren Kindern organisiert?

“Manchmal hatte ich Hilfe, dann konnte jeder Erwachsene sich auf ein Kind konzentrieren. 
Ansonsten hatten wir im Schulzimmer eine Ecke zum Spielen. Maria (das jüngste Kind) spielte dort, während wir mit den beiden Älteren Schule machten. Ich gab Maria meistens etwas Ähnliches, wie Lena in der Vorschule bearbeitete (zum Beispiel zum Zeichnen).
 Yanis (damals in der ersten Klasse) habe ich informiert, was er machen muss, dann konnte er eine Weile selbstständig arbeiten.
 Lieder konnten wir zusammen lernen. Manche Aufgaben konnte auch Lena schon allein machen, zum Beispiel eine Joghurtspeise zubereiten. Dann rief sie die anderen und konnte sie bewirten.”

Gab es Situationen, in denen ein Kind etwas gar nicht verstanden hat?
“Ich habe keine Erinnerung an solche Situationen. Im Lehrbrief wird ja alles kleinschrittig erklärt.
 Am Anfang brauchte es ein bisschen Zeit, bis ich wusste, wie das funktioniert. Zuerst hatte ich schon Panik, als ich die Anleitung las, und fragte mich „Schaffe ich das?“. Mir hat geholfen, mit jemandem zu reden, der das schon kannte. Wenn man drin ist, ist es wirklich sehr einfach. 
Das Paket ist schon sehr groß, aber das zeigt einem ja, dass alles dabei ist.”

Fragen zu der Arbeit der Lehrerinnen

Wie haben Sie die Beziehung zu den Lehrerinnen erlebt?

“Den Kontakt habe ich als professionell, aber auch liebenswürdig empfunden. Die Kinder haben wunderschön geschmückte Briefe bekommen. Diese waren motivierend und persönlich. Die Lehrerinnen haben aus ihrem Leben erzählt und Fotos von ihren Familien eingefügt.
Außerdem haben sie immer geholfen, wenn wir Fragen hatten.”

Welche Bedeutung hatte die Lehrerin für die Kinder?

“Yanis war begeistert von seiner Lehrerin, er wollte ihr immer irgendwelche Dinge schicken. Er hat immer wieder gefragt: ‚Ist sie stolz auf mich?“‛ Yanis hat sich viel Mühe gegeben. Der Kontakt zur Lehrerin hat ihn motiviert. Ermahnung war für ihn kein Problem, weil er wusste, dass er etwas falsch gemacht hatte. Außerdem bekommt man bei der Fernschule für eine Ermahnung zehn oder mehr Aussagen mit Lob.”

Frage zu der Zeit nach dem Fernunterricht

Ihre Kinder besuchen inzwischen eine Regelschule. Wie haben Sie den Wechsel erlebt?
“Die Kinder haben den Fernunterricht in der ersten Zeit sehr vermisst.
 Ich habe ihn auch vermisst. Ich habe gemerkt, dass der Aufwand jetzt emotional viel höher ist: Hausaufgaben, Kinder zur Schule bringen, Gespräche, Prüfungen vorbereiten. Das ist enorm frustrierend, wenn ich es vergleiche. Auch das Material der Fernschule ist besser als das in der jetzigen Schule, ebenso wie die Betreuung durch die Lehrer.
 Die Kinder haben besser gelernt, waren motivierter, haben die Inhalte besser verstanden. Im Fernunterricht (zum Beispiel Mathe) wurde jedes Problem auf fünf verschiedene Weisen erklärt – so versteht jedes Kind das Thema irgendwann, denn eine Methode passt sicher.

Vor ein paar Wochen hatten wir ein Gespräch mit dem jetzigen Lehrer und Yanis hat wieder einmal von seiner schönen alten Schule erzählt. Er kann sich immer noch sehr gut daran erinnern und hat nur positive Erinnerungen an die Fernschule.

Ich habe an meiner Arbeitsstelle mit einer Kollegin gesprochen und ihr von der Deutschen Fernschule erzählt. Sie war ganz begeistert von den Erzählungen. Ich bin heute noch dankbar für die Möglichkeit, die wir hatten mit der Deutschen Fernschule, und ich hoffe fest, dass noch viele davon profitieren können. Ich würde es jederzeit wieder machen.”