
Die Deutsche Fernschule (DF) wurde 1971 gegründet und ist seit 1976 ein gemeinnütziger Verein. Unser Angebot umfasst Früherziehungsmaterial (ab 3 Jahre), Fernschulkurse aus dem Vor- und Grundschulbereich sowie Klasse 5 (Deutsch und Mathematik). Unsere Kurse werden hauptsächlich von deutschsprachigen Familien (D, A, CH) im Ausland gebucht. Darunter findet man Mitarbeiter großer Konzerne ebenso wie Missionare, Entwicklungshelfer oder Angehörige des Diplomatischen Corps.
Gibt es Anmeldefristen? Was muss ich bei der Anmeldung beachten?
Sie können Ihr Kind jederzeit anmelden. Zur Einschulung in die Klassen 2 bis 5 ist ein Versetzungszeugnis bzw. Halbjahreszeugnis einer deutschsprachigen Schule erforderlich. Liegt dies nicht vor, führen wir einen Einstufungstest durch. Das Ergebnis entscheidet darüber, in welche Klassenstufe das Kind aufgenommen werden kann.
Ist es möglich auch nur den Deutschkurs zu belegen?
Alle Fächer sind auch als Einzelfachkurse zu buchen.
Wann ist Schulbeginn? Wie sind die Ferienzeiten?
Der Einstieg in den Fernunterricht ist nicht an deutsche Schuljahreszeiten gebunden. Den Einstiegszeitpunkt legen Sie fest.
Auch die Ferienzeiten bestimmen Sie selbst. Der Unterricht wird hierfür in Absprache mit uns einfach für einige Wochen ausgesetzt.
Wonach richten sich die Kursinhalte?
Die Kursinhalte richten sich nach den Lehrplänen der Kultusministerien aller 16 Bundesländer. So wird bei Rückkehr an eine deutsche Inlandsschule der problemlose Anschluss an die Lehrinhalte eines jeden Bundeslandes gewährleistet.
Bekommen die Kinder ein Zeugnis bei der DF? Sind die Zeugnisse in Deutschland anerkannt?
Am Schuljahresende werden Zeugnisse ausgestellt. Das Zeugnis der vierten Klasse beinhaltet eine Schulempfehlung für eine weiterführende Schulart. Bei Rückkehr aus dem Ausland werden Kinder nach ihrem Alter und Leistungsstand eingestuft. In der Regel hält man sich dabei an die Empfehlung unserer Zeugnisse. Aus vierzigjähriger Erfahrung heraus können wir sagen, dass der Wiedereinstieg fast immer problemlos erfolgt.
Kann ich selber unterrichten, oder brauche ich einen Lehrer vor Ort?
Das gesamte Lernmaterial ist so aufgebaut, dass Sie mit Unterstützung unserer Betreuungslehrer in Deutschland den Unterricht selber begleiten können. Sie brauchen keinerlei pädagogische Vorbildung.
Alternativ können auch andere deutschsprachige Personen vor Ort (Kindermädchen, FSJ, Au-Pair, ...) den Unterricht als Lernhelfer begleiten.
In der ersten Klasse sollte der Lernhelfer noch ständig präsent sein. Sobald das Kind lesen kann, kann es zunehmender alleine arbeiten.
Wieviel Zeit muss ich pro Woche für den Unterricht aufwenden?
Der Vollunterricht entspricht in etwa der Zeit, die Ihr Kind sonst in einer regulären Schule verbringen würde - also etwa 4 Stunden am Tag. Hausaufgaben fallen keine an. Wenn Sie einzelne Fächer nicht belegen, reduziert sich der Zeitaufwand entsprechend. Details hierfür erfahren Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Für das Einzelfach Deutsch sollten pro Woche etwa 4 Stunden einkalkuliert werden. Dieser Kurs kann aber auch über die Regelzeit von einem Jahr hinaus verlängert werden, wenn weniger Zeit pro Woche zur Verfügung steht.
Machen die Kinder Tests?
Neben den Aufgaben im Unterricht, die die Kinder selbständig anhand der beigefügten Lösungsblätter korrigieren können, enthalten die Kurse zwischen 20 und 50 Tests.
Wie werden die Tests korrigiert?
Jedes Kind wird durch eine Lehrkraft von Deutschland aus individuell betreut. Diese korrigiert und bewertet die eingeschickten Testarbeiten.
Wie soll ich mich entscheiden, wenn auch die Schule vor Ort Deutschunterricht anbietet?
Der Deutschunterricht in Schulen vor Ort entspricht oft nicht dem Niveau und der Intensität, die die deutschen Bildungsministerien in ihren Lehrplänen vorsehen. Den bei der Reintegration auftretenden typischen Problemen können Sie damit in der Regel nicht begegnen.
Erfüllen Kinder in Deutschland die Schulpflicht, wenn sie in der DF eingeschrieben sind?
Die Schulpflicht in Deutschland kann neben dem Besuch einer Regelschule nur durch den Besuch einer Ersatzschule erfüllt werden. Die Deutsche Fernschule ist zwar mit ihren Kursen staatlich zertifiziert und zugelassen, aber nach geltendem Recht keine Ersatzschule. Unter besonderen Voraussetzungen (Krankheit, Schulphobie, ADHS ...) kann das Schulamt auf Antrag der Eltern die Schulpflicht aussetzen und das Kind an die DF überweisen. Im Ausland gibt es meist nur eine Bildungs-, aber keine Schulpflicht.
Ist das für die Kids nicht sehr einsam? Vermissen sie nicht die Klasse?
Ob der „Einzelunterricht“ zu einem sozialen Problem wird, hängt stark von den Bedürfnissen des einzelnen Kindes ab. Ca. 50% aller Fernschüler umgehen das Problem, indem sie nur das Einzelfach Deutsch buchen. Parallel dazu besuchen sie eine einheimische oder internationale Schule. Die übrigen kompensieren die fehlenden Mitschüler durch andere soziale Kontakte (Vereine, Sport, Nachbarschaft ...). Der große Vorteil beim ”Alleine-Lernen“ liegt in der Flexibilität und in der Konzentration auf das Lernen.

Lernhelfer müssen nicht immer die Eltern sein. Hier können deutschsprachige Au-Pair, FSJ'ler, Studenten oder sonstige Betreuer dem Kind zur Seite stehen. Den pädagogischen Teil übernimmt ein persönlicher Betreuungslehrer in Deutschland, der alle zwei Wochen einen Test mit dem Kind macht. Diese Kombination ist Teil unseres Erfolgsrezepts seit über 40 Jahren.
Wie geht Fernunterricht überhaupt?
Einen Überblick über die Fernschule generell bekommen Sie hier: Broschüre
Einige Proben aus dem Unterrichtsmaterial bekommen Sie hier: Grundschulunterricht
Für welche Familien ist Fernunterricht gedacht?
Siehe Kundenszenarien

