Deutscher Fernunterricht in den USA – so erleben wir den Unterricht in der Ferne

Deutsche Fernschule Erfahrungsberichte

Warum Fernunterricht?

Mein Mann ist von Beruf US-Soldat und ist demnach hauptsächlich in den USA tätig. Als wir im Jahr 2014 mit unserem damals 7-jährigen Sohn und unserer damals 3-jährigen Tochter von Deutschland in die USA umziehen mussten, machten wir uns als Eltern viele Gedanken darüber, wie wir unseren Kindern den Erhalt der deutschen Sprache ermöglichen könnten. Nach langer Recherche sind wir an die Deutsche Fernschule in Wetzlar geraten. Das Team der Fernschule hat uns bei der Wahl des Kurses sowie der Materialien gut beraten. Da unser Sohn bis zum Umzug in die USA in einen deutschen Kindergarten als auch in eine deutsche Grundschule ging, waren wir uns sicher, dass Joshua keinerlei Probleme beim Einstieg in den Fernunterricht haben wird. Und so war es auch. Joshua ist seit 2014 ein erfolgreicher Schüler der Deutschen Fernschule und es hilft ihm Jahr für Jahr beim Erhalt der Muttersprache.

Seit dem Jahr 2017 ist auch unsere Tochter, Josephine, Schülerin der Fernschule. Sie macht ihre Arbeiten mit den vorgegebenen Materialien gerne und gewissenhaft. Schon als Joshua damals mit der Fernschule begann, hat sie ihm beim Bearbeiten interessiert über die Schulter geschaut. Die individuelle Zeiteinteilung, die der Kurs mit sich bringt, ist uns von großem Nutzen, denn zeitgleich gehen beide unserer Kinder in die Schulen hier vor Ort.

Was bringt der Fernunterricht unseren Kindern?

Die Teilnahme unserer Kinder an den Kursen bieten viele Vorteile. Neben dem Erhalt der Muttersprache durch das Arbeiten mit den Kursen, die die Deutsche Fernschule bietet, ermöglichen die Kurse auch eine Erweiterung der Kreativitaet. Bilingual aufzuwachsen ist nicht selbstverständlich. Demnach ist die Deutsche Fernschule ein ungeheurer Vorteil für unsere Kinder, da es ihnen, vor allem in jungen Jahren, einfacher fällt, eine Sprache zu erlernen und diese mit Hilfe der angebotenen Kurse zu erhalten.
Während einige Eltern der Meinung sind, dass alleine das Deutsch-Reden mit dem Kind und Deutsche-Bücher-Lesen genüge, die Muttersprache zu erhalten, bin ich der Meinung, dass es leider bei einer Rückkehr nach Deutschland ganz anders aussehen wird. Der Anspruch an deutschen Schulen ist groß. Demnach ist es uns wichtig, dass unsere Kinder als Teilnehmer der Deutschen Fernschule mit der deutschen Grammatik und dem dazugehörigen Textverständnis stets auf dem neuesten Stand sind. Die Lehrer und das Konzept der Deutschen Fernschule ermöglichen unseren Kindern, dass sie beim Wiedereinstieg in das deutsche Schulsystem so wenig Probleme haben wie möglich.

Mit welchen Materialien arbeiten wir?

Unser Sohn absolviert derzeit den Deutsch-Onlinekurs. Die Lektionen und Hefte, die er bisher immer bearbeitet hat, sind demnach alle online zu finden. Unsere Tochter bekam ein Paket mit diversen Schulmaterialien, die man in Deutschland auch gebrauchen würde. Die Schulhefte und Lektionen sind sorgfältig durchdacht und bieten dem Fernschulkind ein gutes Verständnis. Wir haben für beide Kinder jeweils einen Ordner angelegt, in dem die bearbeiteten und vom Fernlehrer verbesserten Tests abgeheftet werden. Somit sind wir als Lernhelfer in der Lage, auf Vergangenes zurückzugreifen.

Ich muss gestehen, dass der Onlinekurs, den es ab der 5. Klasse gibt, mir nicht so gefällt wie der Kurs mit den Heften als Lektionen. Es fiel Joshua und mir einfacher, mit den Materialien zu arbeiten. Der Onlinekurs ist manchmal unübersichtlich und demnach unverständlicher. Das ist aber Meinungssache. Manchen mag der Onlinekurs besser gefallen als der normale Kurs.

Als das erste Paket der Fernschule mit all den Schulmaterialien für Joshuas Kurs ankam, waren wir gespannt, was das Paket alles zu bieten hatte. Neben einem Lesebuch, einem Wörterbuch und Schreibheften fanden wir Karteikarten, Bastelmaterialien und diverse andere Dinge, die ein Schüler benötigt. Am Anfang musste ich mich als Lernhilfe erst einmal in das Ganze hineinlesen. Doch bald wurde aus Ungewohntem Routine.

Wie gefällt es den Kindern?

Unser Sohn bearbeitet seinen Teil meist ohne Probleme, obwohl er auch viele andere Arbeiten von seiner Schule vor Ort hat. Manchmal ist er demotiviert, doch weiß er, dass er den Erhalt seiner Muttersprache in naher Zukunft gut gebrauchen kann.
Unsere Tochter ist auch sehr gewissenhaft während der Hausaufgaben. Sie wird jedes Mal von ihrer Fernschullehrerin für ihre schöne Schrift gelobt. Der Austausch zwischen Lehrer und Eltern ist einwandfrei. Sobald wir Zweifel oder Probleme haben, wenden wir uns an die Lehrer oder an das Team per E-Mail und prompt bekommen wir Hilfe.

Die Motivation unserer Kinder gegenüber dem Deutschkurs ist mal mehr mal weniger. Anfangs haben wir mit einer Stickertafel belohnt. Für jeden Tag, an dem gearbeitet wurde, gab es einen Sticker. Wenn die Stickerreihe voll war, gab es eine kleine Überraschung. Mittlerweile gibt es keine Sticker mehr, da es Gewohnheit ist, mit dem Deutschkurs zu arbeiten. Ab und an gibt es jedoch trotzdem eine kleine Aufmerksamkeit von uns Eltern, da ein Fernschüler, der nebenher auch eine geregelte Schule besucht, viel mehr zu tun hat als ein „normaler“ Schüler.
Die Deutsche Fernschule ist unser „Fels in der Brandung“, denn sobald es zurück in die Heimat geht, ist der Anschluss nicht schwierig.

Mit freundlichen Grüßen aus Amerika von Familie Lizama